BVBB fordert ein Ende der Steuergeld-Verschwendung für den Phantom-Flughafen am falschen Ort.

Am 15. Dezember 2017 soll ein neuer und belastbarer Eröffnungstermin verkündet werden. Der TÜV Rheinland Statusbericht zum BER vom 02.11.17 weist jedoch gravierende Defizite bei den technischen Systemen, vor allem beim Brandschutz auf und verneint eine Abnahmefähigkeit dieser zentralen Sicherheitsvorrichtungen. Angesichts der massiven Schieflage fordert der BVBB die Landesregierungen dazu auf, endlich die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

Bereits seit dem 22.11.17 wurde in den Medien über einen „geheimen“ TÜV Statusbericht zum BER vom 02.11.17 berichtet, der neue schwerwiegende Mängel am BER – insbesondere „gravierende Defizite bei den technischen Systemen, vor allem beim Brandschutz“ aufzeigt und der eine Abnahmefähigkeit dieser zentralen Sicherheitsvorrichtungen verneint. Diese Untersuchungsergebnisse sind gravierend und relevant für einen immer noch für möglich gehaltenen Eröffnungstermin für den BER. Nun will der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Herr Lütke-Daldrup morgen am 15. Dezember einen Eröffnungstermin für den BER benennen.

Wann ist endlich Schluss mit dem Irrsinn? Jetzt muss endlich Schluss sein mit der absurden Steuerverschwendung! Schluss mit der Fortsetzung des Rennens auf den Abgrund zu! Mehr als 6,6 Mrd. Euro und mehr als 10 Jahre Bauzeit mit nicht mehr zählbaren Ankündigungen einer Ankündigung und deren selbst als Laie vorhersehbaren Verschiebungen ist genug! Aus einem vermeindlich gut geplanten Regionalflughafen ist eine desaströse Ruine entstanden, welche die finanziellen Ressourcen der Länder Berlin und Brandenburg zu Ungunsten wesentlicher Projekte auffrisst. Nur durch ständiges Schönreden und Schönrechnen wird das längst nachhaltig gescheiterte Projekt künstlich am Leben gehalten und verhindert so dringend notwendige Strukturentwicklungen beider Länder.

Zum Vorteil der Region Berlin Brandenburg ist es überfällig, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen:

  • Sofortiger Baustopp und Schließung der Endlosbaustelle BER am nachweislich falschen Standort, damit Stopp der monatlichen laufenden Kosten von rund 30 Mio. Euro. Keinen Cent mehr für diesen von Anbeginn an zu klein geplanten Flughafen am ungeeigneten Standort mitten im Siedlungsmeer der Hauptstadtregion!
  • Bau von ca. 100.000 Wohnungen auf dem jetzigen Gelände des BER zur Deckung des Wohnungsbedarfs und damit auch zur Dämpfung der rasant ansteigenden Wohnungsmieten in Berlin, Potsdam und deren Speckgürtel.
  • Entwicklung von Umnutzungskonzepten für die schon fertig gestellten Gebäude (zum Bsp. für einen Messestandort Berlin, Gebäude für Forschung, Entwicklung und Bildung, Sozialgebäude)


Sowie Anstoß eines neuen Raumordnungsverfahrens zur Findung eines geeigneten Standortes für einen privat finanzierten und betriebenen Flughafen für die Hauptstadtregion, der den Entwicklungen der Fluggastzahlen von vorn herein gerecht wird und sich aufgrund seiner Lage auch betriebswirtschaftlich betreiben lässt.

So und nicht anders macht man verantwortliche Politik zum Vorteil für Berlin und Brandenburg!