Sehr geehrter Herr Müller,

im Gespräch mit Dorit Knieling vom rbb hatten Sie sich so geäußert, um nicht 'verrückt' zu werden fordern Sie von der Flughafengesellschaft einen 'Zeitplan', der es Ihnen erlauben könnte, eine 'realistische Perspektive' zu bekommen.

Ich werde Ihnen auf Ihre öffentlichen Äußerungen hier auch öffentlich antworten:

 

Herr Müller, mit dem, was Sie da vorhaben, irren Sie immens! Mit diesem Vorgehen werden Sie niemals eine 'realistische Perspektive' von der FBB bekommen. Ganz im Gegenteil, Sie werden weiter auf den gleichen Irrwegen wie Ihr Vorgänger Wowereit wandeln und sich so auch die gleichen Ergebnisse einhandeln.

Sie fahren auf dem 'falschen Dampfer', wenn Sie das Heißluft-Gedöhns, was Ihr Vorgänger im Amt in BER-Angelegenheiten an den Tag legte, einfach weiter fortführen!

Es liegt mir fern, Ihnen Vorschriften machen zu wollen, was zu tun sei. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass vor einem Zeitplan seriöserweise erst einmal ein Business-Plan mit operativen und strategischen Inhalten von der FBB ebenso, wie ein Finanzplan, der die Wirtschaftlichkeit des BER belegt, von der Flughafengesellschaft vorgelegt werden muss.
Bisher wurde genau dies von der FBB dauerhaft verweigert, ohne dabei auf wirklichen Unmut in der Politik und bei den Eigentümern zu stoßen!?

Sie sind es den Steuerzahlern, den Financiers des Projektes, zu 100% in der 'Öffentlichen Hand' schuldig, insbesondere wegen des anhaltenden Geschäftsgebahrens der FBB, wahlfreien Zugriff auf einen vermeintlich nie versiegenden Strom Öffentlicher Gelder zu bekommen.

Für die lange Zeit, bis zur Vorlage derartiger FBB-Pläne empfehle ich Ihnen die folgende Lektüren,:
http://www.diethard.de/Fluglaerm/BER-Wirtschaftlichkeit-wva-1.pdf
ebenso wie:
http://www.gruene-fraktion-berlin.de/sites/default/files/Studie_Wirtschaftliche_Situation_BER.pdf
die sich mit der wirtschaftlichen Situation des BER-Unglücksprojektes volkswirtschaftlichen Ausmasses beschäftigen.

Das akribische Studium der beiden Arbeiten wird es Ihnen erlauben, ohne jede direkte FBB-Beteiligung umgehend eine 'realistische Perspektive' auf das Projekt zu bekommen.

Um Ihren Blickwinkel innerhalb Ihrer 'realistischen Perspektive' noch zu vergrößern empfehle ich Ihnen zudem sich dieses Video anzusehen:
http://www.diethard.de/Fluglaerm/EinHimmelOhneHoellenlaerm.mp4
Hier wir Ihnen ein analoger Blick in die BER-Zukunft ermöglicht, der das politische Wunschdenken zur Akzeptanz des BER in der Bevölkerung der Region ad absurdum führt. Last but not least müssen Sie diesem Sachverhalt in Ihre politische Tätigkeit konsequent Rechnung tragen: Es wird keine Akzeptanz des BER am Standort Schönefeld geben!

In Zeiten des Gedenkens an die Öffnung von Mauern und dem 'Ende von Teilung' fordere ich Sie auf, an der Öffnung von Brandmauern in den Köpfen von Politikern mitzuwirken. Es ist für ein alternatives Umdenken nie zu spät! Auf diesem Planeten ist für Menschen nur das Sterben alternativlos.

Nehmen Sie sich, was Maueröffnungen angeht ein Beispiel an Herrn Schabowski, gehen Sie voran beim Öffnen von BER-Mauern in den Köpfen.

Es gibt für Sie nur die Alternativen mit 'dieser Art von Maueröffnung' aufrechten Ganges in die Geschichte einzugehen oder mit der Fortführung der BER-Geschichte einzugehen, genau so, wie Ihr Vorgänger im Amt.

Sie sind am Zug, Herr Müller. Handeln Sie in politischer Vernunft und Verantwortung.

Mit freundlichem Gruss
D. Günther wohnHaft in Mahlow
Bewohner des Schwarzen Flecks (frei nach Götz Herberg, 1996-2004 Chef der Flughafengesellschaft BB)
-- Steuerzahler und politisch bestimmtes BER-Standort- und -Fluglärm-Opfer --

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