Interview BER-Dabakel und keiner demonstriert
 
von wegen, Herr Prof. Teune ,  "der Drops ist gelutscht" kann überhaupt nicht die Rede sein. Denn, offensichtlich gehören Sie auch zu den Vertretern, die den Standort Schönefeld befürworten. Eindeutig hat das Raumordnungsverfahren Schönefeld als den denkbar ungüstigsten Standort herausgestellt. Dennoch hat die Politik sich gedankenlos darüber hinweggesetzt - und wir, als Steuerzahler dürfen diese Fehlentscheidung teuer bezahlen und werden obendrein von Lärm- und Abgasen "belohnt".
Wenn Sie sich etwas mit der Protestbewegung gegen diesen Standort beschäftigt hätten, dann hätten Sie feststellen können, dass seit dem Konsensbeschluß gegen diesen Standort  vom BVBB (Bürgerverein Berlin Brandenburg e.V.) ständig protestiert wurde. Außerdem hat dieser Verein ein Nachnutzungskonzept für den falschen Standort erarbeitet.
Inzwischen haben sich durch die unsägliche Flugroutendiskussion noch viele Protestvereine gegründet, die in der Mehrzahl ebenfalls den falschen Standort erkennen und ihren Protest dagegen richten.  Außerdem wurden in Berlin gemeinsame Aktionen mit den Vertretern anderer Flughäfen und Vertretern von Stuttgart 21 durchgeführt.
 
Mir ist unverständlich, dass Sie diese Dinge im Interview völlig unter den Tisch haben fallen lassen.
Als Protestforscher sollte man wohl von Ihnen etwas mehr Sachverstand  erwarten, der für ein Interview eine gründliche Recherche voraussetzt.  
 
MfG
Christoph Lohse

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