Wo bleiben bloß die Investoren, um die überdimensionierten Gewerbeflächen am BBI zu nutzen?
Großmäulige Ankündigungen, Propagandabroschüren, bezahlte Gutachten als Propagandainstrumente, alles hilft nichts. Wieder sieht sich der BVBB bestätigt. Immer haben wir gesagt: Die Welt wartet nicht auf einen BBI in Schönefeld. Warum auch? Berlin bietet nicht den Markt, die zahlungskräftige Kundschaft und eine Unternehmensstruktur, die Investoren im großen Stil veranlassen könnten ihr Geld an einem Standort zu investieren, dessen Flughafengeschäft von Billigfliegern bestimmt wird. Das müssen Politik und Medien endlich zur Kenntnis nehmen und nicht aus Investitionen in ein Hotel oder Flugsimulatoren den großen Investitionselefanten zu produzieren. Es wird sich weiterhin bitter rächen, dass ignorante und uneinsichtige „Wowereits und Platzecks“ einen Flughafenstandort durchgesetzt haben, der kein Entwicklungspotential hat. Dazu muss aber gesagt werden, dass ebenso ignorante Abgeordnete durch höfische Zustimmung, gestützt durch Hofberichterstattung, diese Großmannssucht befördert haben.
Immerhin, aber sauertöpfisch berichtet die „Berliner Morgenpost“ (MOPO) am 30. Juli 2010:
...“Ein Investorenboom im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Hauptstadtflughafens, wie ihn die Wirtschaftsförderer beider Länder und die Politik bereits für Jahre zuvor prognostiziert haben, hat längst noch nicht eingesetzt. Sichtbar ist bislang nur der erste Hotelneubau in Schönefeld an der Bundesstraße 96a gegenüber des alten Flughafens. Das Intercity-Hotel mit 400 Betten ist im März dieses Jahres eröffnet worden. Investitionsvolumen 22 Millionen Euro...
BBI Jobmotor – eine Legende lebt weiter
Man kann es nicht mehr lesen, es sei dann man glaubt an Propaganda und respektiert Volksverdummung. In schönster Regelmäßigkeit wird der BBI als Jobwundermaschine in die Gazetten gebracht. Zum Eigenschutz der Berichterstatter muss immer eine versiegte Quelle hinhalten, um das „Wunder“ unters Volk zu bringen. Gebetsmühlenartig wird das Publikum darüber informiert, dass am BBI täglich zwei neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Welche das sind und wo, verschweigt „des Sängers Höflichkeit“.
Immerhin wären dies 720 Arbeitsplätze/Jahr. Nun kommen wieder 25 Arbeitsplätze für einen Flugsimulator hinzu. Jetzt muss man aber eine Rechnung verweigern, wie lange es dauert bis 40 000 neue, wie von der Propaganda verbreitet, Arbeitsplätze den BBI bevölkern. Was natürlich verschwiegen wird ist die Tatsache, dass die Propagandaquelle, ein so genanntes Gutachten eines Kölner „Verkehrswissenschaftlers“ das Papier nicht wert ist auf dem es gedruckt wurde. Wissen das die Medien etwa nicht? Dann sollten sie recherchieren und würden z. B. fündig in Anhörungsprotokollen zum erg. Planfeststellungsbeschluss oder auf der BVBB – Website.
Was dann alles als Ausrede hinhalten muss, um den stotternden Motor der Jobmaschine am Laufen zu halten ist so dumm wie unerträglich.
Dazu die „Berliner Morgenpost (MOPO) vom 30. Juli 2010
„Jobmotor
Freitag, 30. Juli 2010 01:43
Flughafen Der neue Flughafen wird am 3. Juni 2012 und damit sieben Monate später als ursprünglich geplant in Betrieb genommen. Die Flughafengesellschaft macht die Insolvenz einer Planungsfirma für den Innenausbau des Terminals und neue Anforderungen an die Sicherheitsschleusen für die Verzögerung verantwortlich. Im Dezember 2011 soll der Probebetrieb beginnen. Die Airlines ziehen in der Nacht vom 2. zum 3. Juni 2012 von Tegel und Schönefeld-Alt an den neuen BBI. Tegel und das alte Terminal in Schönefeld werden dann geschlossen.
Arbeitsplätze
Die beiden Länder Berlin und Brandenburg rechnen im Zuge des Großflughafenbaus Berlin Brandenburg International in Schönefeld mit einem enormen Schub für den regionalen Arbeitsmarkt und gehen von 40 000 neuen Arbeitsplätzen im Jahr 2012 (im Vergleich zum Stand 2004) aus. Mit dem neuen Simulatorzentrum des niederländischen Unternehmens FSC im Gewerbepark Schönefeld an der Hans-Grade-Allee sollen 25 Arbeitsplatze entstehen.“
Straßenbau in Brandenburg vor der Pleite- aber alles Geld für den BBI
Es kam wie es kommen musste! Auch Brandenburg hat sich mit der BBI – Finanzierung völlig übernommen. Jetzt ist kein Geld mehr da für Winterdienste, Straßenneubau – und das Stopfen von Löchern in desolaten Straßen. Dafür aber alles für den BBI, einschließlich seiner Straßenanbindungen. Der BVBB hat diese Entwicklung schon vor Jahren prognostiziert. Nur, keiner wollte es hören, jetzt heißt es darum „Fühlen“! Verantwortlich und schuldig „Flughafenexperte Platzeck“ und seine Zustimmungsmaschine im Landtag. Konkret: SPD, CDU und Linke.
Gerne und auch dankbar informieren wir die Nutzer unsere Website über den folgenden Bericht der „Lausitzer Rundschau“
Haushaltsperre stoppt Straßenbau
Wegen der Haushaltssperre und sinkender Landesmittel schlägt nun die Bauwirtschaft in Brandenburg Alarm. Durch den Förderstopp bei Straßenprojekten seien bis zu 1600 Arbeitsplätze und die Infrastruktur in Gefahr. Es drohe ein „regionaler Verkehrskollaps“, warnt die Brandenburgische Ingenieurskammer.
Es sei mit weiteren Einschnitten im 5800 Kilometer umfassenden Netz der Landesstraßen zu rechnen, »was in strukturschwachen Gebieten zu einer weiteren Isolierung führt«, weil Geld für den Unterhalt fehle. Weil aufgrund der Haushaltssperre die Planungen für wichtige Verkehrsprojekte gestoppt oder gänzlich auf Eis gelegt werden mussten, könne es zu weiteren Straßensperrungen kommen, teilte die Ingenieurskammer mit. Derlei schloss auch Edgar Gaffry, Planungsvorstand beim Landesbetrieb für Straßenwesen, besonders für den Landessüden nicht aus, wie es etwa jüngst in der Lausitz an der L 60 zwischen Lauchhammer und Lichterfeld wegen bis zu 17 Zentimeter tiefen Spurrinnen der Fall war.
Nach Informationen der RUNDSCHAU steht der Landesbetrieb für Straßenwesen, der dem von Jörg Vogelsänger (SPD) geleiteten Infrastrukturministerium untersteht, erheblich unter Druck.
Nicht nur zahlreiche für dieses Jahr vorgesehene Projekte wurden auf Eis gelegt, nach ersten Zahlen zum Haushalt 2011 dürften die Landeszuschüsse auch weiter sinken. »Eigentlich ist der Straßenbetrieb pleite«, sagte ein Mitarbeiter. Der RUNDSCHAU liegen zudem vertrauliche Papiere vor, in denen der Landesbetrieb die Verträge für den Winterdienst mit privaten Räumfirmen in Cottbus und Calau kündigt - unter Berufung auf die Haushaltssperre. Auch wegen »deutlich reduzierter« Mittelansätze für das nächste Jahr, sei »das Leistungsprofil des Landesbetriebs Straßenwesen anzupassen«, heißt es darin. Intern wird bezweifelt, ob die Straßenmeistereien den Räumdienst wie im letzten Rekordwinter allein stemmen können.
Holprige Pisten drohen
Für den Unterhalt der Landespisten wird es in den nächsten Jahren wegen des Sparkurses der rot-roten Landesregierung weniger Geld geben. Die Brandenburger werden sich auf holprige Pisten einstellen müssen. Selbst Landesbetriebs-Vorstand Gaffry sagt: »Das Geld wird nicht reichen, um überall ein gleichmäßiges Niveau herstellen zu können.« Dabei hatte der Landesrechnungshof in seinem Jahresbericht 2008 bemängelt, »ein hoher Anteil der Landesstraßen befindet sich in einem nicht zufriedenstellenden baulichen Zustand«. Die bisher vom Land eingesetzten Mittel reichten für den Erhalt nicht aus. Klaus-Dieter Abraham, Chef der Gemeinschaft der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Berlin-Brandenburg, sagt angesichts der Sparpläne: »Bei der Unterhaltung der Landesstraßen sind wir Entwicklungsland.«
Erste Entlassungen
Für die Beschäftigten in der Baubranche hat der Anfang Juni verhängte Ausgabenstopp schon jetzt dramatische Folgen. Mit ersten Entlassungen sei nach den Sommerferien zu rechnen, hieß es. Geschätzte 20 Prozent der rund 8000 Arbeitsplätze im Straßenbau stünden auf dem Spiel.
Durch die Haushaltssperre kann das Land nur die wenigsten mit EU- und Bundesmitteln geförderten Vorhaben kofinanzieren. Mitarbeiter des Infrastrukturministeriums prüfen mehr als 150 Verträge, um einen neuen Zeitplan dafür zu entwerfen, wann welche Straßenprojekte überhaupt noch gestartet werden können und wo die Bagger erst nächstes Jahr anrollen. Priorität hat für das Ministerium die Erschließung des BBI-Flughafens in Schönefeld. Von Alexander Fröhlich







