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Alle Betroffenen profitieren von Klagen des BVBB

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Ich möchte an dieser Stelle dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft danken für die klaren Worte, die Ministeriumssprecher Wiegand am 9. März gegenüber der MAZ fand. Ausdrücklich stellte er bezüglich des anstehenden Verfahrens vor dem Bundes-verwaltungsgericht gegen den ergänzenden Planfeststellungsbeschluss fest: „Sollte der Urteilsspruch einen höheren Lärmschutz-Anspruch als bisher ergeben, wird er allen Bewohnern des Flughafen-Umlands zugute kommen“ und weiter „Wenn das Gericht in dieser Hinsicht etwas Neues festlegt, gilt das für alle – unabhängig davon, welche Kostenerstattungsvereinbarung sie unterzeichnet haben und ganz gleich, ob sie schon schalldämmende Fenster besitzen oder nicht".

Rechtlich liegt das einfach daran, dass das Gericht in dem Fall, dass es die im Planfeststellungsbeschluss getroffenen Schutzziele für die Anwohner als zu niedrig und damit für rechtswidrig befindet, selber keine neuen Lärmwerte festlegen wird (diese würden tatsächlich nur für die Kläger gelten), sondern den ergänzenden Planfeststellungsbeschluss in Teilen oder in Gänze an das Ministerium zur Neubescheidung zurück verweisen wird.

Vielleicht hat es ja einfach dieser Klarstellung bedurft, damit Kommunalaufsichten und die Bürgermeister der Schutzgemeinschaft ihre Bedenken gegen eine finanzielle Unterstützung der Musterklagen des BVBB fallen lassen und jetzt schnellstmöglich Geld für diese Klagen zur Verfügung stellen. Denn jeder zusätzliche Euro ermöglicht zusätzliche gutachterliche Unterstützung und verbessert damit die Erfolgsaussichten der Klagen. Damit wird für die kommenden Jahre und für kommende Generationen die Chance auf eine weniger beeinträchtigte Gesundheit wesentlich verbessert. Noch ist Zeit, bis zum 1. April läuft die Frist zur Begründung unserer Klagen.

Ersparen kann ich dem Ministeriumssprecher allerdings auch nicht kritische Worte, wenn er sich schon öffentlich zum laufenden Gerichtsverfahren äußert, so hätte er auch Stellung beziehen müssen zur Rechtswidrigkeit des ergänzenden Planfeststellungsbeschluss. Diese Rechtswidrigkeit beruht auf der ungeprüften Übernahme der Lärmwerte der Antragstellerin FBS durch die Planfeststellungsbehörde. Eine Woche vor Gültigwerden des Planfest-stellungsbeschlusses erklärte die FBS dann, April, April – unsere Werte stimmen nicht, bei korrekter Dateneingabe ergeben sich höhere Lärmbelastungen für die Anwohner. In diesem Moment hätte eine verantwortungsvoll handelnde Planfeststellungsbehörde ihren Beschluss sofort für nichtig erklären müssen. Das war allerdings in Brandenburg nicht zu erwarten und so stehen wir heute vor der paradoxen Situation, dass wir als Betroffene enorme Gelder aufwenden müssen, um einen an sich rechtswidrigen Planfeststellungsbeschluss zu beklagen. Bleibt abzuwarten, wie das Bundesverwaltungsgericht diesen „brandenburger Weg“ bewertet.



 

 

Aktualisiert ( Montag, den 29. März 2010 um 12:12 Uhr )  

Datum

Donnerstag, 29. Juli 2010

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Beschäftigungstherapie?




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Schon wieder pfeifen die Spatzen von den Dächern: der neue BBI-Fertigstellungstermin Sommer 2012 ist wieder nur eine Beruhigungspille aus dem Wowereitschen Giftschrank. Den tatsächlichen BBI-Fertigstellungstermin will Wowereit erst nach den Senatswahlen im Herbst 2010 bekanntgeben, vorausgesetzt er wird wieder gewählt, was angesichts sinkender Umfrage- und Beliebtheitswerte eher fraglich erscheint.




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Dem Vernehmen nach wird der Rauswurf von BBI Geschäftsführer Schwarz derzeit vorbereitet. Sein Nachfolger steht noch nicht fest. Düsseldorf soll schon gemeldet haben, dass keinerlei Interesse an einer Rückkehr von Schwarz bestünde. Man sei froh, ihn vor Jahren endlich an Berlin losgeworden zu sein.




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Blankenfeldes BGM Baier wurde am 21.07.10 vom BVerwG vergeblich aufgerufen. Er war nicht erschienen. Er war zu Hause geblieben, um der Erste zu sein, der über Ergebnisse einer Anhörung des BVerwG, an der er selbst nicht teilgenommen hatte, in der MAZ Bericht zu erstatten. Eine peinliche Demonstration seiner egomanischen und unglaubwürdigen Selbstdarstellung, die deutlich zeigt worum es Baier wirklich geht.




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